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erleben

Alles beginnt mit dem Erleben. Ich könnte 100 Dinge sagen – ohne Erleben wüssten wir nicht, was wahr ist und was nur der Inhalt eines Gedankens.

Auch du denkst, fühlst, hast in jedem Moment Körperempfindungen, Sinneseindrücke und spürst. Nimmst du gerade die Eindrücke deiner Sinne, die Empfindungen deines Körpers, dein Gefühl, deine Gedanken und dein Gespür wahr?

Die drei Brüder (Geschichten zum Vorlesen Nr. 1)

Drei Brüder verließen das Haus ihrer Eltern und zogen in die Welt. Jahre später trafen sie sich. Der erste sprach: «Ich habe viele Bücher gelesen und mit ebenso vielen Gelehrten gesprochen. Es gibt etwas in der Welt, das im Innen und Außen zugleich ist, das wundervoller und erhabener ist als alles andere in dieser Welt, und jeder, der es besitzt, ist unermesslich reich. Die Gelehrten nennen es ‹Liebe›!»

Der zweite lächelte. Er ließ seinen Blick über seine Brüder schweifen und sprach nicht ohne Stolz: «Auf meinen Reisen bin ich einer Frau begegnet, die umherzog wie ich. Sie war einfach gekleidet und machte wenig Aufsehen um sich. Die Leute kamen von weit her, um sie zu sehen und mit ihr zu sprechen. Für jeden hatte sie ein Worte des Trostes und oft auch der Heilung. Sie war still und bescheiden und in sich unermesslich reich. Viele Tage bin ich mit ihr gegangen, denn, lieber Bruder, die Liebe, von der du sprachst, habe ich in ihren Augen gesehen…»

Die beiden Brüder sahen sich an, still und berührt. Dann wanderten ihre Blicke zum dritten. Der stand aufrecht und gelöst, schaute den zweiten an, dann den ersten und sein Lächeln strahlte von innen heraus. Ein jähes Erkennen durchzuckte beide und ließ sie erstarren, bis eine Woge der Verbundenheit jede Missgunst in ihnen löste: Ihr dritter Bruder hatte die Liebe erlebt und erlebte sie jetzt.

PS: ‹Erleben› ist eines der Worte mit der Vorsilbe ‹er›, die alltäglichem Tun und Sein, wie ‹leben›, ‹kennen›, ‹wachen›, ‹schaffen›, ‹haben›, ‹lösen›, ‹denken›, ‹finden›, ‹bauen›, ‹blühen›, ‹freuen›, ‹folgen› einen schöpferischen Anklang verleiht. ‹Erleben› bedeutet im Ursprung: «Das Leben selbst leben» oder: «Wie ER leben». Jeder weiß heute, dass das eine Leben männlich und weiblich zugleich ist. Die Väter der deutschen Sprache waren jedoch keine Mütter, sonst hätten sie auch ‹esleben›, ‹eskennen›, ‹eswachen›, ‹esschaffen›, ‹eshaben›, ‹eslösen›, ‹esdenken›, ‹esfinden› und ‹esbauen› einführen können. «Ich bin leider gerade etwas eskältet.» «Eshol dich gut!» ;-)

PS 2: Diese Seiten verwenden die persönliche Form der Anrede, da sie deine Seele und deinen Geist ansprechen möchten.

die erste allgemeine Beschreibung des Erlebens Trennstrich senkrecht A, Tusche Worte Trennstrich senkrecht B, Tusche Kurzvortrag zum Erleben Trennstrich senkrecht C, Tusche

Wiki des Erlebens Trennstrich senkrecht D, Tusche tiefes Erleben Trennstrich senkrecht C, Tusche Was habe ich davon?

veröffentlicht am 9.3.2016, letzte Änderung am 21.9.2016 um 11:00 Uhr

jahnna – das Buch der Menschen, schräg, Foto

jahnna – das Buch der Menschen

Texte, Geschichten und Übungen zum Denken, Fühlen, Wollen und Spüren

Christoph Steinbach und Jaipur
412 Seiten, gebunden, mit 22 Zeichnungen des Verfassers
22,98 € versandkostenfrei in DE, +2,99 € für AT und CH

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